Aktuelle Themen

Damwild auf Borkum

Am 03. September 2021 besuchte uns der Umweltminister Olaf Lies um in der Thematik „Borkumer Damwild“ einen gemeinsamen Weg mit den Verantwortlichen der Insel aufzuzeigen. Bereits Anfang des Jahres wurde in einer ersten digitalen Konferenz zwischen dem Umweltministerium, der SPD- Fraktionsvorsitzenden im niedersächsischen Landtag Frau Johanne Modder, der Borkumer Jägerschaft mit Christian Fink und Jonny Böhm sowie dem SPD-OV Borkum erste Gespräche geführt. Herr Olaf Lies hat das Thema von dort an zur Chef-Sache erklärt und kündigte an, vor Ort Lösungen aufzuzeigen. In Anwesenheit des Bürgermeisters Jürgen Akkermann wurde ein gemeinsamer Kompromiss gefunden. Noch im kommenden Winter soll eine erneute Bestandserhebung mit Hilfe einer Drohne durchgeführt werden. Die Population des Damwilds soll nach und nach auf null gebracht werden. Wie lange dies dauern wird könne man heute noch nicht beurteilen. Nach Ansicht des Ministers für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz geht es allerdings nur gemeinsam mit der Borkumer Jägerschaft. Wichtig sei ihm der Umgang miteinander und sprach sich somit für eine bessere Einbindung der Verantwortlichen auf Borkum aus.  Ein ausführlicher Bericht ist in der Ausgabe von Borkumerleben vom 08.09.2021 zu lesen.

Das Bild (Andreas Behr) zeigt die Borkumer Kandidaten*innen der Stadtrats- und Kreistagswahl sowie den Umweltminister Olaf Lies und unsere Kandidatin für ein Bundestagsmandat Frau Anja Troff-Schaffarzyk

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Politik unterstützt zentrale Projekte auf Borkum

Borkum – Die Politik unterstützt zentrale Projekte auf Borkum wie die Weiterentwicklung der Reede, die Straßensanierung und den Bau des Turms des Deutschen Wetterdienstes. Zudem signalisierten die Politikerinnen und Politiker der SPD-Hilfe bei Gesprächen mit der Nationalparkverwaltung und beim Protest gegen die niederländische Erdgasförderung vor Borkum. Das wurde beim Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Hanne Modder (Bunde) gemeinsam mit dem SPD-Arbeitskreis Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung der SPD-Landtagsfraktion unter der Leitung von Immacolata Glosemeyer aus Wolfsburg deutlich. Verstärkt wurde die SPD-Delegation durch die SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Anja Troff-Schaffarzyk (Uplengen). Am Gespräch im Borkumer Rathaus nahm neben Bürgermeister Jürgen Akkermann die Borkumer SPD mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Hendrik Maisch, dem Fraktionssprecher Jürgen Müller und den Kreistagskandidaten Markus Stanggassinger teil.

Bürgermeister Akkermann stellte zusammen mit seinem Allgemeinen Vertreter Frank Pahl, dem Stadtbaumeister Volker Hosemann und dem Geschäftsführer der Nordseeheilbad Borkum (NBG), Göran Sell, die Projekte der Inselgemeinde vor.

Einen großen Teil nahm dabei Vorstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Reede ein. Über die Entstehung, die Beschlussfassung bis zum aktuellen Sachstand der laufenden Projekte im Bereich der Reede wurde den Politikern vom Festland vorgestellt. Des Weiteren wurde der Antrag für die Stadtenwicklung im Bereich des Kurviertels erklärt. Auch die erneute Beantragung der Sanierung der Gartenstraße und die Pläne des Deutschen Wetterdienstes für den Bau eines Wetterturms wurden vorgestellt. Dabei geht es darum, ob beim Bau eine Aussichtsplattform für die Öffentlichkeit eingeplant werden kann. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises über die Komplexität von solchen Projekten auf einer Insel und sagten die Unterstützung bei den Antragstellungen zu.

Die Borkumer sprachen zudem das Verhältnis zur Nationalparkverwaltung angesprochen. Auf der Insel entstehe immer öfters der Eindruck, dass die Bedürfnisse der Einheimischen und Gästen hintenangestellt werden. Das aktuelle Beispiel ist die Beschränkung des Kitesurfens auf den ostfriesischen Inseln. Im Nationalpark schleswig-holsteinisches Wattenmeer gebe es Einschränkungen in diesem Ausmaß nicht. Die SPD-Politikerinnen und -politiker wollen hier vermittelnd tätig werden.

Bei den umstrittenen Plänen der Erdgasförderung durch niederländische Unternehmen vor Borkum sagten die Politiker aus dem niedersächsischen Landtag den Borkumer die volle Unterstützung zu. Hier sei man auch der Meinung der ostfriesischen Inseln und lehnt die Pläne ab.

Im Anschluss des Gesprächs mit der Stadtspitze nutzten die Borkumer SPD-Vertreter die Gelegenheit, die notwendige Sanierung der Gartenstraße vor Ort aufzuzeigen. Sie baten darum, die besonderen Bedingungen auf der Insel bei einer Entscheidung zu berücksichtigen.


Foto Borkum-Aktuell: Dr. Dörte Liebetruth, MdL, Jürgen Müller (Fraktionssprecher), Anja Troff-Schaffarzyk (SPD-Bundestagskandidatin), Hendrik Maisch (SPD-Ortsvereinsvorsitzender), Immacolata Glosemeyer (MdL), Jürgen Akkermann (Bürgermeister), Göran Sell (Geschäftsführer NBG), Johanne Modder (MdL), Markus Stanggassinger (SPD-Kreistagskandidat), Claudia Schüßler (MdL) und Gerd Hujahn (MdL)
Förderung - Entwicklung - Lebensqualität
Förderung – Entwicklung – Lebensqualität
Gemeinsam gestalten wir den Weg

10 Fragenkatalog zu den Stadtratswahlen am 12. September der Redaktion von Borkum-Aktuell in der August-Ausgabe an die Borkumer Sozialdemkraten*innen

1. Borkum weiterentwickeln! Wo besteht auf Borkum Ihrer Ansicht nach dem dringendsten Handlungsbedarf?

Nachhaltigkeit von Investitionen spielt eine bedeutende Rolle. Technische- soziale- und touristische Infrastrukturen der Insel wie z. B. das südliche Kurviertel mit seinem Leuchtturmprojekt der sanierungsbedürftigen Kulturinsel müssen vorangetrieben werden. Des Weiteren besteht in der Straßen- sowie Kanalsituation auf der Insel dringender Handlungsbedarf.

2. Warum sollte am 12. September das Kreuz bei Ihrer Partei stehen? Welches ist die wichtigste Kernaussage der Partei für Borkum?

Wir möchten gemeinsam mit den Bürgern und der Kommune die Insel weiterentwickeln und dabei mögliche Wege einer Verbesserung aufzeigen. Dazu benötigt es den Gedankenaustausch und die Zusammenarbeit aller Mitwirkenden. Wir brauchen einen konstruktiven Austausch und keine Verhinderungspolitik.

3. Was planen Sie für Kinder und Jugendliche? Von Freizeitangebot bis zur Prävention vor Inselflucht. Was wäre Ihrer Ansicht nach zeitnah machbar.

Wir brauchen eine Stärkung der Fachberufe sowie der Ausbildung auf Borkum. Nicht nur die Berufsbildende Schule der Insel muss gesichert sein, sondern die ausbildenden Borkumer Unternehmen müssen gefördert werden. Die Einbeziehung unserer jungen Generation in die politischen Belange der Insel sollte bereits frühzeitig erarbeitet und stetig ausgebaut werden. Die Jugend sollte die Gestaltung ihrer Zukunft mit in die Hand nehmen.  

4. Es gibt die Idee von einem seit Jahren geforderten „Tourismusausschuss“? Wie passen Politik und Tourismusentwicklung zusammen?

Ein Tourismusausschuss, der sich ausschließlich mit Themen des Kerngeschäftes unserer Insel befasst, wird von uns Sozialdemokraten unterstützt und ausdrücklich befürwortet. Bereits 2015 wurde durch die SPD-Fraktion eine solche Einrichtung beantragt, jedoch mit 9 Gegenstimmen im Rat abgelehnt. Arbeitsprozesse der kommunalen Verwaltung, sowie der auf den Tourismus ausgerichteten handelnden Personen und Unternehmen zu bündeln, sehen wir als eine gute Chance bessere Ergebnisse für den Tourismus zu erzielen.

5. Wie steht es um eine bezahlbare Lebensgrundlage und -qualität für Insulaner?

Die Aussage aus Borkum 2030 „Borkum soll … die lebenswerteste Insel … sein“ muss mehr in den Fokus gerückt werden. Bei den zukünftigen Entscheidungen bezüglich Bebauungspläne, Verkehr und Entwicklung des Kurviertels sollten nicht nur die Interessen des Gastes herangezogen werden. Städtische Grundstücke könnten per Erbpacht an Wohnungsbaugenossenschaften abgegeben werden um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

6. Themen Umwelt- und Naturschutz, emissionslose Insel? Wie geht es in der nächsten Ratsperiode weiter?

Umwelt- und Naturschutz ist ein zentrales Thema auf Borkum. Gegenüber dem Nationalpark sollte es keine grundsätzlich ablehnende Haltung geben, jedoch ist das Vorgehen dessen Verwaltung genaustens und auch kritisch zu hinterfragen. Es darf nicht zu weiteren Einschränkungen der Bevölkerung in seiner „Bewegungsfreiheit“ kommen. Die emissionslose Insel als Leuchtturmprojekt für andere Destinationen sollte auf jeden Fall weiter vorangetrieben werden. Die negativen Entwicklungen des Klimawandels werden wir hier durch Hochwasser, Starkregenereignisse und Stürmen immer mehr zu spüren bekommen. 

7. Insulaner- und Gästeautos, Liefer- und Handwerkerverkehr, E-Mobilität, Parkplätze, Fahrradaufkommen, veränderte Gegebenheiten? Ist das jahrzehntealte Verkehrskonzept insgesamt noch zeitgemäß?

Wenn wir den Verkehr nachhaltig beruhigen wollen, um für Insulaner und Gäste die Aufenthaltsqualität auf der Insel zu erhalten bzw. eine Verbesserung erzielen wollen, hat dies auch immer mit persönlichen Einschnitten zu tun. Das bestehende Verkehrskonzept war bereits in seiner Entwicklung schwer umzusetzen. Eine Neustrukturierung des ÖPNV mit dem Anbieter im Boot, sehen wir als einen möglichen Schritt eine Verbesserung zu erzielen. Bei alle dem sollte allerdings jeder Gast und auch Borkumer sein eigenes Handeln in Sachen Mobilität hinterfragen.

8. Wie und wann sollen Digitalisierung (Stadt, Schule, touristische und eigenständige Prozesse) / Borkum-Card umgesetzt werden?

Die Digitalisierung hat gerade in Zeiten von Corona enorm schnell an Fahrt aufgenommen. Das digitale Angebot an Dienstleistungen und behördlichen Vorgängen sowie interne und externe Prozesse der öffentlichen Bereiche wie z. B. im Tourismusservice müssen ausgebaut werden.

9. Wie kann das Finanzproblem der Stadt Borkum und der Nordseeheilbad Borkum GmbH (NBG) gelöst werden, ohne Mehrbelastung für die Bevölkerung?

Ausgaben zu minimieren ist immer nur ein kurzfristiger Schritt. Daher müssen wir langfristig Investieren um die Infrastruktur der Insel zu verbessern. Dazu brauchen wir neue Geschäftsfelder die gleichzeitig von der Borkumer Bevölkerung getragen werden. Des Weiteren müssen wir unsere kommunalen Strukturen durchleuchten um Abläufe effizienter abzuarbeiten. Ziel muss es sein, Mehrbelastungen für die Bürgerinnen und Bürger weitestgehend zu vermeiden.

10. Wie können Parteiarbeit und politische Entscheidungen für den Bürger nachvollziehbarer gestaltet werden?

Dafür sollten die offiziellen, öffentlichen sowie behördlichen Informationskanäle benutzerfreundlicher gestaltet werden. Dadurch erreichen wir Transparenz in der Bevölkerung.  Eine unsachliche Auseinandersetzung über politische Themen der Insel auf privaten Plattformen der Social-Media ist hier nicht zielführend.  

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