Pläne 4-Sterne-Hotel

Innerhalb der Borkumer SPD sind wir uns einig, dass der Charakter unserer Insel weiterhin natürlich, ursprünglich und klassisch-traditionell bleiben soll. Wir sind jedoch auch der Meinung, dass Tradition hier nicht Stillstand bedeuten darf. Diesen Stillstand würden wir schaffen, wenn Pläne bereits im Vorfeld gestoppt werden.

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ (Gustav Mahler)

Der Hotelbedarfsanalyse Borkum ist zu entnehmen, dass sich im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Leitbildes 2030 und der Fortschreibung des Tourismuskonzeptes wichtige Hinweise auf Marktchancen für Investitionen im Beherbergungsbereich ergeben und dass das bestehende Angebot durch einen qualitätsorientierten Ausbau (vor allem in der Hotellerie) wirkungsvoll erweitert werden könnte, um die Zahl der Aufenthaltstage auf der Insel zu steigern und um neue Zielgruppen zu gewinnen. Mehr Aufenthaltstage bzw. Übernachtungen steigern die Einnahmen aus Gästebeiträgen und die Auslastung eintrittspflichtiger öffentlicher Angebote (Gezeitenland, Veranstaltungen Kulturinsel etc.) sowie die Nachfrage in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie.

Wir nehmen die Ergebnisse der Inselwerkstatt, das Leitbild Borkum 2030 sowie die Analysen ernst und möchten daher die Möglichkeit haben, uns mit diesbezüglichen Plänen befassen und letztlich dafür oder dagegen stimmen zu können.

Zur Information möchten wir nochmals deutlich betonen, dass es hier nicht um konkrete Baupläne geht -diese gibt es nämlich noch gar nicht. Also was sind überhaupt „die Pläne“?

Bevor ein Prozess über die Entwicklung überhaupt in Gang gesetzt wird, hätte jeder Investor folgende Pläne zu erfüllen:

1. Es müsste ein Architektenwettbewerb organisiert und finanziert werden, bei dem die Stadt Borkum ein Architekturbüro selbst bestimmen könnte.

2. Bei der Auswahl des Architektenentwurfs wäre die Stadt Borkum in die Jury eingebunden.

3. Im Falle einer gemeinsam getragenen Auswahlentscheidung zwischen Investor und Stadt Borkum würde ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, in welchem die Stadt umfassende Vorgaben machen kann.

4. Zur Projektumsetzung würde der Bebauungsplan nur entsprechend der im Vorfeld mit der Stadt getroffenen Vereinbarungen geändert (vorhabenbezogener Bebauungsplan).

Daher bitten wir alle SPD-Genossinnen und -Genossen, beim Bürgerentscheid mit NEIN zu stimmen, um den Dialog fortzusetzen.

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